Montag, 10. November 2014

Letzte Herbstbasteleien



Nun geht es stramm auf den Dezember zu. Allerhöchste Eisenbahn also, die letzten Herbstgefühle noch einmal einzufangen. Schließlich nehmen die gesammelten Schätze des Großen inzwischen jeden Winkel der Wohnung ein. Überall finden sich Kastanien, Eichelhütchen und Tannenzapfen. Nur was macht man mit dem Zeug? Diese Kastanienmännchen fand ich schon im Kindergarten doof und bei dem Bastelenthusiasmus, den Sohnemann so an den Tag legt, würden wir vermutlich nicht mal ein halbes zustande bringen. Gut, wenn man dann Leute kennt, die Leute kennen. So hatte ich neulich dann nämlich das Glück, die Hände an ein paar Filznadeln zu legen und ich konnte endlich etwas ausprobieren, das ich schon die letzten Jahre immer mal wieder auf Pinterest und Co. gesehen habe. Ich habe nämlich das erste mal in meinem Leben gefilzt (trocken) und bin positiv überrascht, wie problemlos das ganze doch ging. Deshalb möchte ich euch in einer kleinen Bildserie zeigen, wie ich vorgegangen bin.

Ihr braucht:
  • Eichelhütchen
  • Wolle zum Trockenfilzen
  • Filznadeln (am besten in drei Stärken, zwei tun es aber auch)
  • weiche Unterlage (zB. Schaumstoffrest)

Als erstes nehmt ihr etwas Filzwolle und formt zwischen euren Handflächen eine lockere Kugel (die Eichelhütchen, die wir dieses Jahr gesammelt haben, sind ziemlich groß, etwas weniger Wolle als auf dem Bild, sollte daher auch reichen).
Ihr fangt mit der gröbsten Nadel an und stecht immer wieder in den mittleren Teil bis dieser anfängt sich zu verdichten. Danach arbeitet ihr euch nach außen vor, indem ihr die noch ungefilzten Enden im Mittelteil fixiert (die Nadel also nicht im 90º-Winkel von oben einstechen, sondern immer leicht schräg zur Mitte hin). Aus der Kugel sollte nun eine einigermaßen ovale Form geworden sein. Noch ist das Gebilde nicht besonders fest, sodass durch "Kneten" die Form noch ausgebessert werden kann.



Weiter geht es mit der mittleren Nadel. Diese sorgt dafür, dass sich der Wollklumpen weiter verdichtet und die ersten widerspenstigeren Härchen verschwinden. Auch hier habe ich wieder von der Mitte nach außen gearbeitet. Die endgültige Form sollte spätestens bei diesem Schritt fixiert sein.
Zum Schluss kann man noch mit einer feinen Nadel nachfilzen. Die Oberfläche wird dadurch glatter und das Ei (so sieht es zumindest aus) noch fester. Wer es richtig ordentlich mag, der kann mit einer Nagelschere oder einem Fusselschneider die noch rausschauenden Härchen entfernen, aber so genau nehmen wir das hier dann doch nicht! Jetzt müssen nur noch die Hütchen mit den Eiern verklebt werden (ich habe Heißkleber verwendet) und fertig sind die farbenfrohen Dekoeicheln.



Diese machen sich übrigens ganz wunderbar an Herbstketten oder -vorhängen, an die man auch gleich den Rest des Sammelsuriums hängen kann. Leider kann ich davon noch kein Bild liefern, aber mit den bunten Herbstblättern, ein paar Kastanien und eben den Eicheln, ist hier eine sehr farbenfrohe Girlande entstanden!
Damit ist der Herbst dann auch schon vorbei und thematisch wird es in Zukunft etwas winterlicher hier. Im nächsten Post geht es dann nämlich schon um Adventskalender. Also legt schon mal die Streichholzschachteln bereit und sucht euch ein paar schöne Fotos raus...

Bis dann,
Johanne

P.S.: Und endlich weiß ich auch, warum Filzen eher eine Tätigkeit für die kalte Jahreszeit ist. So ein kräftiger Piekser in die Fingerkuppen macht ordentlich warm ><

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